WSV Heim

Derzeit keine Spielabende im Vereinsheim am Biebricher Schlosspark.

„Saacke-System”

(Caro-Kann mit g6)

Münster 1971 — Thementurnier
Dr. Lentze — FM U. Nehmert
Result 0-1 ECO B15
Kommentator: FM Nehmert

Diyor wird deutscher Vizemeister in der U14

Bei der diesjährigen deutschen Jugendmeisterschaft erreichte unser Jugendspieler Diyor Bakiev den zweiten Platz und sicherte sich die Silbermedaille. Er erzielte 5.5 Punkte aus 7 Partien. Nur der deutsche Meister hatte mit 6 aus 7 einen halben Zähler mehr. Diyor war der einzige, der dem erstplatzierten eine Niederlage zufügen konnte. Jedoch kam Diyor in den letzten beiden Runden nicht über ein Remis hinaus und musste somit in der letzten Runde den ersten Platz in der Tabelle räumen.

Hinter ihm landeten zwei weitere Spieler mit ebenfalls 5.5 Punkten, die aber über eine schlechtere Zweitwertung verfügten.

Der Wiesbadener Schachverein gratuliert Diyor ganz herzlich zu dieser hervorragenden Leistung und zur Silbermedaille.

Die Endtabelle ist unter https://www.deutsche-schachjugend.de/2020/dem-u14/tabelle/7/ zu finden.

Diyor Bakiev startet sehr gut bei der deutschen Jugendmeisterschaft

Derzeit läuft in Willingen trotz Corona die deutsche Jugendmeisterschaft im Schach. Unser Nachwuchstalent Diyor Bakiev startet in der U14. Er war an Nummer 5 gesetzt und liegt nach 4 Runden mit 3.5 aus 4 auf dem 3. Platz und ist sehr gut im Rennen. Es sind noch drei Runden zu spielen und somit ist alles noch offen. Wir drücken ihm die Daumen, dass er nach der Bronzemedaille im letzten Jahr vielleicht dieses Jahr den ganz großen Wurf schafft.

Morgen geht es um 8:30 Uhr mit Weiß gegen den derzeit Führenden.

Die Tabelle ist unter https://www.deutsche-schachjugend.de/2020/dem-u14/ zu finden. Auf der Website werden alle Spiele auch live übertragen.

Einschränkungen in Coronazeiten

Liebe Schachfeunde,

auch die Schachvereine sind von den Einschränkungen der Sozialkontakte zugunsten des Allgemeinwohls nicht ausgenommen.
Schachturniere und der reguläre Trainingsspielbetrieb sind aktuell betroffen.

Entsprechend der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der behördlichen  Vorgaben zu Vereinsaktivitäten finden in unserem Verein
zunächst keine Turniere, Schulungen und Spielabende mehr statt.

 

 


Willkommen beim Wiesbadener Schachverein 1885

Wir sind ein traditionsreicher Schachverein, deutschlandweit einer der ältesten. Zeitgemäß aufgestellt, bietet der WSV 3 Turniermannschaften von der Oberliga über die Landesklasse bis Bezirksoberliga auf! Unsere aktiven Kinder und Jugendlichen sind je nach Spielstärke in die Mannschaften integriert, ebenso die Ü-60-Spieler.

 Vereinsangebote: regelmäßige Spielabende im eigenen Vereinsheim, Jugendtraining, Schnellschachturniere, GM-Training, Schlosspark-Open Turnier, Weihnachtsblitzturnier.

Spielabende finden jeden Dienstag ab 19.30 Uhr im Vereinsheim am Biebricher Schlosspark statt.


Nachgefragt

WK-Redakteur zu Gast beim 2. Vorsitzenden Lothar Dyck

Dyck foto

Lothar Dyck ist fasziniert und begeistert vom Schachspiel. So sehr, dass er seine Freude gerne teilt - im Wiesbadener Schachverein 1885 und in diversen Grundschulen, wo er privat Schachunterricht gibt.

Von Patrick Rupp

 Wenn man mit Lothar Dyck über das Schachspiel redet, glänzen seine Augen. Die Worte sprudeln wie ein Wasserfall aus ihm heraus. „Mein Vater hat es mir damals beigebracht. Mit elf Jahren habe ich die Schach- Rätsel in der Zeitung gelöst. Der Name der Person, die das Rätsel gelöst hatte, wurde dann veröffentlicht“, erinnert sich der heute 74-Jährige. Das Brettspiel fasziniert ihn bis heute: die Geschichte, der Geist, das Wesen und nicht zuletzt die gesellschaftliche Bedeutung des Schachs. Darüber könnte man sich über Stunden mit ihm unterhalten.

Wichtiges auf fünf Seiten

Irgendwann kam der Nordenstadter auf die Idee, dass er diese Begeisterung mit anderen Menschen teilen müsste. „Ich staune immer wieder, wenn ich mich mit dem Spiel auseinandersetze. Meine Hoffnung ist, dass es anderen auch so geht“, erzählt Dyck, der vor seiner Pension Polizeibeamter war.

Er schnappte sich ein altes Schachlexikon, das er 1998 auf einem Flohmarkt ergattert hatte. Nachdem die Staubflusen entfernt waren, begann er die Lektüre des Wälzers. Über tausend Seiten über das Schachspielen, das wäre selbst ihm zu viel, dachte sich Dyck und fasste das Wichtigste auf fünf Seiten zusammen. Dazu nutzte er weitere zehn Bücher, deren Inhalte ihn vor allem mit der einzigartigen Schach-Rhetorik begeisterten. „Ein kleiner Streifzug durch die Schachwelt“ nennt er sein Werk, das sich nur bei ihm auf dem Computer befindet. Neben der Historie des Spiels zeigt Dyck darin anhand vieler Zitate, welche Bedeutung Schach erzielen kann.

Der französisch-amerikanische Maler Marcel Duchamp bezeichnete das Schachspiel etwa als „fast zu schwierig für die Beschränktheit des menschlichen Geistes“. Die Vergleiche, die Künstler und Philosophen anstellen, sind oft sehr treffend, sagt Dyck. Im Wesentlichen gehe es darum, so auch ein zentraler Satz seines Streifzugs durch die Schachwelt, „die uralte Spannung zwischen Geist und Materie, Kontrolle und Freiheit, Beherrschung und Liebe immer neu auszutragen“. Diese Spannung gebe es bei jedem Spieler. Natürlich ist Dyck nicht nur ein Schachschreiber, sondern auch ein Schachspieler. Bescheiden sagt er: „Ich spiele sehr gerne, aber es sind viele besser.“ Als zweiter Vorsitzender des Wiesbadener Schachvereins 1885 kennt er jene Schachprofis, die ihm überlegen sind. Die erste Mannschaft der 85er, die ihren Sitz im Jeanne-Schütz-Haus am Biebricher Schlosspark hat, spielte sogar schon in der Ersten Liga.

Dyck ist als engagiertes Vorstandsmitglied stets um Zuwachs bemüht. Am vielversprechendsten sind dabei junge Schachbegeisterte, die besonders lernwillig sind. Zu diesem Zwecke tourt Dyck in Eigenregie durch Grundschulen. In Wallau sowie in den Wiesbadener Vororten Naurod, Nordenstadt und Biebrich unterrichtet er Schüler im Schach - meist nachmittags.

Lernen fürs Leben

Zwölf Lerneffekte, die über das Spiel hinausgehen und im Leben eine große Rolle spielen, hält Dyck dabei für bedeutsam. Neben der Erhöhung der Disziplin und derWeiterentwicklung der Geduld sei das selbstkritische Überdenken eigener Fehler von herausragender Wichtigkeit. „Während des Spiels dokumentiert man jeden seiner Züge. Somit bleiben die Fehler präsent. Das lässt sich zweifelsohne auch auf das Leben übertragen“, betont Dyck, der kürzlich Urgroßvater wurde. Doch wie bei seinen Kindern und Enkeln wird er auch seinen Urenkel nicht bedrängen, sich für das Schachspiel zu begeistern: „Das muss jeder selbst entscheiden. Jeder soll aber wissen, was es für ein besonderes Spiel es ist.“ Aus diesem Grund ist Dyck zum Schachschriftsteller geworden.