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Wiesbadener Schachverein

Spielabende jeden Dienstag
ab 19.30 Uhr im Vereinsheim
am Biebricher Schlosspark.
Jugendtraining 18.00 - 19.00 Uhr
Schlosspark-Open
Schlosspark-Open Schachturnier
Nationalspieler GM Kollars führt die Teilnehmerliste an
G.Hedrich
Die Eröffnung unseres 34. Schlosspark-Open-Turniers in Wiesbaden-Biebrich war in diesem Jahr ein ganz besonderer Höhepunkt. Erstmals nahm ein offizieller Vertreter des Hessischen Landtags teil: Landtagspräsidentin Frau Wallmann war als Ehrengast anwesend. Sie überreichte dem Verein eine Fördersumme aus Mitteln von Hessen Lotto zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit.
In ihrer anschließenden Ansprache zeigte sich Frau Wallmann sichtlich beeindruckt – sowohl vom Wesen des Schachspiels als auch von der Atmosphäre im Turniersaal. Besonders hob sie die Disziplin der Spielerinnen und Spieler hervor, die aufmerksam an ihren Brettern sitzend zuhörten, bevor das Turnier offiziell eröffnet wurde.

Rechts neben dem Vorsitzenden Dieter Minor steht die Landtagspräsidentin Frau Wallmann, dann die Schiedsrichter IA Holger Bergmann und FA Christian Gießelbach, an Brett 1 im blauen Hemd und noch mit dem Rücken zum Publikum, GM Dmitrij Kollars.
Ein weiteres Highlight ist die Teilnahme von Großmeister Kollars, der aktuell zu den Top Ten der deutschen Rangliste gehört (Platz 4) und sich auf internationalen Großmeisterturnieren mit der Weltspitze duelliert.
Nachdem der Schiedsrichter auf wichtige Turnierregeln eingegangen war, nutzte die Landtagspräsidentin die Gelegenheit, am ersten Brett den symbolischen Eröffnungszug zu spielen – mit den weißen Steinen gegen GM Kollars, der die schwarzen Figuren führte.
Turnierseite
13. Abend des Sports im Hessischen Landtag
Unser IM Christian (Glöckler) vertritt den Schachsport im Hessischen Landtag
Ministerpräsident Rhein und Landtagspräsidentin Wallmann luden am 25. Juni Sportler verschiedener Sportarten in den Hessischen Landtag ein, um die Bedeutung des Ehrenamtes im Sport hervorzuheben.
Christian war ebenfalls eingeladen als „Schachwunderkind” und hatte die Aufgabe, jeweils gegen vier Personen simultan an den Brettern anzutreten.
Er tat dies offensichtlich suverän und im Poloschirt des WSV 1885! Danke Christian.
Auf den Seiten des Schachbundes und des Hessischen Landtages sind eine Kurzmeldung sowie Fotos mit erläuternden Unterschriften zu finden.
Nachfolgend Bilder aus der Fotogalerie des Hessischen Landtages:



WSV-Nachwuchs bärenstark bei DEM 960
Christian Glöckler wurde Deutscher Vizemeister
WSV 1885 ist Mannschaftssieger


Dt. Senioren-Einzelmeisterschaft 65+
FM Uli Nehmert deutscher Seniorenmeister (Nestoren)
9 Runden lang spielten 150 Senioren bei der diesjährigen Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaften 65+ um die Plätze.
Hier erkämpfte sich unser Uli Nehmert mit 7 aus 9 Punkten den 3. Platz, lediglich Favorit IM Boidmann (Platz 1) und FM Buchal (ebenfalls 7 Punke - Platz 2) erzielten eine bessere Wertung.
In der Nestorenwertung (75+) konnte Uli mit dem 1. Platz sein persönliches Turnierziel Seniorenmeister Nestoren erreichen.
https://chess-results.com/tnr1197008.aspx?lan=0&art=1&fed=GER&turdet=YES
Deutsche Meisterschaft im Schnellschach
Wie haben sich unsere beiden jugendlichen Teilnehmer geschlagen?
Holger Ochs
Christian Glöckler hat ein gutes Turnier gespielt und ist im Rahmen der Erwartungen (Setzliste Platz 5) mit 6 aus 9 auf dem 6. Platz gelandet, wobei er leider knapp einen Geldpreis verpasst hat.
Für Daniel Ochs (Setzliste 9 ) lief es schlecht. Nach zuletzt guten Schnellturnieren erwischte er diesmal ein gebrauchtes Wochenende und landete mit 4 aus 9 auf einem Platz im hinteren Mittelfeld.
https://chess-results.com/tnr1195993.aspx?lan=0
Für unsere jugendlichen Neuwied-Fahrer steht aber Ende Juni die nächste Herausforderung schon an. Bei den Youth Classics in Frankfurt-Zeilsheim spielen beide am Samstag (28 Juni) das U18 Turnier mit. Und am Sonntag (29 Juni) die offene Deutsche Chess960 Meisterschaft. Wir drücken die Daumen.
https://chess-results.com/tnr1168488.aspx?lan=0
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Willkommen - Startseite
Willkommen beim Wiesbadener Schachverein 1885
Wir sind ein traditionsreicher Schachverein, deutschlandweit einer der ältesten. Zeitgemäß aufgestellt, bietet der WSV 3 Turniermannschaften von der Oberliga über die Landesklasse bis Bezirksoberliga auf! Unsere aktiven Kinder und Jugendlichen sind je nach Spielstärke in die Mannschaften integriert, ebenso die Ü-60-Spieler.
Vereinsangebote: regelmäßige Spielabende im eigenen Vereinsheim, Jugendtraining, Schnellschachturniere, GM-Training, Schlosspark-Open Turnier, Weihnachtsblitzturnier.
Spielabende finden jeden Dienstag ab 19.30 Uhr im Vereinsheim am Biebricher Schlosspark statt derzeit G3-Regel für Erwachsene.
Nachgefragt
WK-Redakteur zu Gast beim 2. Vorsitzenden Lothar Dyck

Lothar Dyck ist fasziniert und begeistert vom Schachspiel. So sehr, dass er seine Freude gerne teilt - im Wiesbadener Schachverein 1885 und in diversen Grundschulen, wo er privat Schachunterricht gibt.
Von Patrick Rupp
Wenn man mit Lothar Dyck über das Schachspiel redet, glänzen seine Augen. Die Worte sprudeln wie ein Wasserfall aus ihm heraus. „Mein Vater hat es mir damals beigebracht. Mit elf Jahren habe ich die Schach- Rätsel in der Zeitung gelöst. Der Name der Person, die das Rätsel gelöst hatte, wurde dann veröffentlicht“, erinnert sich der heute 74-Jährige. Das Brettspiel fasziniert ihn bis heute: die Geschichte, der Geist, das Wesen und nicht zuletzt die gesellschaftliche Bedeutung des Schachs. Darüber könnte man sich über Stunden mit ihm unterhalten.
Wichtiges auf fünf Seiten
Irgendwann kam der Nordenstadter auf die Idee, dass er diese Begeisterung mit anderen Menschen teilen müsste. „Ich staune immer wieder, wenn ich mich mit dem Spiel auseinandersetze. Meine Hoffnung ist, dass es anderen auch so geht“, erzählt Dyck, der vor seiner Pension Polizeibeamter war.
Er schnappte sich ein altes Schachlexikon, das er 1998 auf einem Flohmarkt ergattert hatte. Nachdem die Staubflusen entfernt waren, begann er die Lektüre des Wälzers. Über tausend Seiten über das Schachspielen, das wäre selbst ihm zu viel, dachte sich Dyck und fasste das Wichtigste auf fünf Seiten zusammen. Dazu nutzte er weitere zehn Bücher, deren Inhalte ihn vor allem mit der einzigartigen Schach-Rhetorik begeisterten. „Ein kleiner Streifzug durch die Schachwelt“ nennt er sein Werk, das sich nur bei ihm auf dem Computer befindet. Neben der Historie des Spiels zeigt Dyck darin anhand vieler Zitate, welche Bedeutung Schach erzielen kann.
Der französisch-amerikanische Maler Marcel Duchamp bezeichnete das Schachspiel etwa als „fast zu schwierig für die Beschränktheit des menschlichen Geistes“. Die Vergleiche, die Künstler und Philosophen anstellen, sind oft sehr treffend, sagt Dyck. Im Wesentlichen gehe es darum, so auch ein zentraler Satz seines Streifzugs durch die Schachwelt, „die uralte Spannung zwischen Geist und Materie, Kontrolle und Freiheit, Beherrschung und Liebe immer neu auszutragen“. Diese Spannung gebe es bei jedem Spieler. Natürlich ist Dyck nicht nur ein Schachschreiber, sondern auch ein Schachspieler. Bescheiden sagt er: „Ich spiele sehr gerne, aber es sind viele besser.“ Als zweiter Vorsitzender des Wiesbadener Schachvereins 1885 kennt er jene Schachprofis, die ihm überlegen sind. Die erste Mannschaft der 85er, die ihren Sitz im Jeanne-Schütz-Haus am Biebricher Schlosspark hat, spielte sogar schon in der Ersten Liga.
Dyck ist als engagiertes Vorstandsmitglied stets um Zuwachs bemüht. Am vielversprechendsten sind dabei junge Schachbegeisterte, die besonders lernwillig sind. Zu diesem Zwecke tourt Dyck in Eigenregie durch Grundschulen. In Wallau sowie in den Wiesbadener Vororten Naurod, Nordenstadt und Biebrich unterrichtet er Schüler im Schach - meist nachmittags.
Lernen fürs Leben
Zwölf Lerneffekte, die über das Spiel hinausgehen und im Leben eine große Rolle spielen, hält Dyck dabei für bedeutsam. Neben der Erhöhung der Disziplin und derWeiterentwicklung der Geduld sei das selbstkritische Überdenken eigener Fehler von herausragender Wichtigkeit. „Während des Spiels dokumentiert man jeden seiner Züge. Somit bleiben die Fehler präsent. Das lässt sich zweifelsohne auch auf das Leben übertragen“, betont Dyck, der kürzlich Urgroßvater wurde. Doch wie bei seinen Kindern und Enkeln wird er auch seinen Urenkel nicht bedrängen, sich für das Schachspiel zu begeistern: „Das muss jeder selbst entscheiden. Jeder soll aber wissen, was es für ein besonderes Spiel es ist.“ Aus diesem Grund ist Dyck zum Schachschriftsteller geworden.
