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Wiesbadener Schachverein

Spielabende jeden Dienstag
ab 19.30 Uhr im Vereinsheim
am Biebricher Schlosspark.
Jugendtraining 18.00 - 19.00 Uhr
Schlosspark-Open
Verbandsliga Heimspiel
3. Advent: WI 85 II - Lahn Limburg 5 -3 und das Weihnachtsgeschenk
Uli Nehmert
Am 14.12. traten wir zur 5.Runde der VL an. Leicht geschwächt durch das opulente Vereins-Weihnachtsessen bei unserem Haus-Griechen am Vorabend sowie durch das Fehlen von Maxim. Der hat nach diversen Einsätzen in der 2ten und sogar für die 1te 2x in Wolfhagen den Familienjoker gezogen. Kaum zu ersetzen, der Maxim, aber immerhin stand Helmut "Freibauer bei Fuß", und so gings los.
OL Süd-West - Runden 4 + 5
Außer Spesen nichts gewesen
Jens Gottschalk
Letztes Wochenende spielten wir in Oberursel gegen den Heimverein und Neuberg und fuhren leider mit leeren Händen zurück nach Wiesbaden.
Am Samstag spielten wir gegen Oberursel und wussten, dass es ein schwerer Kampf werden wird, da sie nominell das stärkere Team waren. In der vorderen Hälfte erspielten wir uns ein starkes +2 (Christian und Anwesh gewannen und Igor und Julian spielten Remis). In der unteren Hälfte konnten wir aber leider nicht mithalten – ein Luxus, wenn man am 7.Brett einen IM aufstellen kann -, so dass Bruna, Daniel, Frank und ich die Segel streichen mussten und am Ende mit 3:5 verloren hatten. Ich denke, dass die Niederlage in Ordnung geht, und wir konzentrierten uns auf die Partie gegen Neuberg.
Doppelrunde Oberliga Süd-West
Zwei souveräne Siege am letzten Oberliga-Wochenende
Frank Mayer
Diesmal musste unsere Erste Mannschaft im entfernten Wolfhagen antreten, einige Stammspieler fehlten an diesem Wochenende.
So mussten drei Spieler durch engagierte Spieler der zweiten und dritten Mannschaft ersetzt werden. Für diesen uneigennützigen Einsatz an dieser Stelle herzlichen Dank!
4. Runde Verbandsliga
Ein 5 zu 3 gegen Tabellenführer Niederbrechen
Uli Nehmert
Niederbrechen verfügt über ein eigenes, in Eigenarbeit erbautes Vereinhaus, auf das der Schachclub mit Recht sehr stolz ist. In einer solchen Atmosphäre zu spielen ist natürlich sehr schwierig.
Unter den kritischen Augen von Schatzmeister, Edelkibitz und Schofför Frank M. geschah folgendes: 6 Remis im Mannschaftskampf und 2 Siege durch die Topscorer Tymur und Michael deuten doch auf einen locker nach Hause gespielten Sieg hin?
Fortune begleitet unsere Mannschaft
WI 1885 II gewinnt am 26.10. mit 5 : 3 gegen Bensheim
Uli Nehmert
Urlaubs- und erkältungsbedingt fasse ich mich kurz (noch mehr als sonst 😋), daher nur das Wichtigste über diesen 3ten Kampf der Verbandsliga in Kürze.
1) Das Wichtigste steht in der Überschrift, wir haben (sehr glücklich) gewonnen.
2) Die Bensheimer setzten Großmeister Ilja Saragatzki ein. Platon wurde leider von ihm nach zwischenzeitlich ausgeglichener Stellung im Mittelspiel überspielt.
3) Michael und Tymur gewannen und haben jetzt 3 bzw. 2,5 Punkte ergattert.
4) Matchwinner war wie in Hattersheim Marcel, der beim Stande von 4 :3 eine Verluststellung in Zeitnot drehte und zum Endstand einköpfte. Marcel hat dadurch erstmals ein Live-Rating von über 2.000 DWZ erreicht, Glückwunsch dazu.
5) Unser nächster Teamkampf findet am 9.11. beim Tabellenführer in Niederbrechen statt.
Alles Gute Uli
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Willkommen - Startseite
Willkommen beim Wiesbadener Schachverein 1885
Wir sind ein traditionsreicher Schachverein, deutschlandweit einer der ältesten. Zeitgemäß aufgestellt, bietet der WSV 3 Turniermannschaften von der Oberliga über die Landesklasse bis Bezirksoberliga auf! Unsere aktiven Kinder und Jugendlichen sind je nach Spielstärke in die Mannschaften integriert, ebenso die Ü-60-Spieler.
Vereinsangebote: regelmäßige Spielabende im eigenen Vereinsheim, Jugendtraining, Schnellschachturniere, GM-Training, Schlosspark-Open Turnier, Weihnachtsblitzturnier.
Spielabende finden jeden Dienstag ab 19.30 Uhr im Vereinsheim am Biebricher Schlosspark statt derzeit G3-Regel für Erwachsene.
Nachgefragt
WK-Redakteur zu Gast beim 2. Vorsitzenden Lothar Dyck

Lothar Dyck ist fasziniert und begeistert vom Schachspiel. So sehr, dass er seine Freude gerne teilt - im Wiesbadener Schachverein 1885 und in diversen Grundschulen, wo er privat Schachunterricht gibt.
Von Patrick Rupp
Wenn man mit Lothar Dyck über das Schachspiel redet, glänzen seine Augen. Die Worte sprudeln wie ein Wasserfall aus ihm heraus. „Mein Vater hat es mir damals beigebracht. Mit elf Jahren habe ich die Schach- Rätsel in der Zeitung gelöst. Der Name der Person, die das Rätsel gelöst hatte, wurde dann veröffentlicht“, erinnert sich der heute 74-Jährige. Das Brettspiel fasziniert ihn bis heute: die Geschichte, der Geist, das Wesen und nicht zuletzt die gesellschaftliche Bedeutung des Schachs. Darüber könnte man sich über Stunden mit ihm unterhalten.
Wichtiges auf fünf Seiten
Irgendwann kam der Nordenstadter auf die Idee, dass er diese Begeisterung mit anderen Menschen teilen müsste. „Ich staune immer wieder, wenn ich mich mit dem Spiel auseinandersetze. Meine Hoffnung ist, dass es anderen auch so geht“, erzählt Dyck, der vor seiner Pension Polizeibeamter war.
Er schnappte sich ein altes Schachlexikon, das er 1998 auf einem Flohmarkt ergattert hatte. Nachdem die Staubflusen entfernt waren, begann er die Lektüre des Wälzers. Über tausend Seiten über das Schachspielen, das wäre selbst ihm zu viel, dachte sich Dyck und fasste das Wichtigste auf fünf Seiten zusammen. Dazu nutzte er weitere zehn Bücher, deren Inhalte ihn vor allem mit der einzigartigen Schach-Rhetorik begeisterten. „Ein kleiner Streifzug durch die Schachwelt“ nennt er sein Werk, das sich nur bei ihm auf dem Computer befindet. Neben der Historie des Spiels zeigt Dyck darin anhand vieler Zitate, welche Bedeutung Schach erzielen kann.
Der französisch-amerikanische Maler Marcel Duchamp bezeichnete das Schachspiel etwa als „fast zu schwierig für die Beschränktheit des menschlichen Geistes“. Die Vergleiche, die Künstler und Philosophen anstellen, sind oft sehr treffend, sagt Dyck. Im Wesentlichen gehe es darum, so auch ein zentraler Satz seines Streifzugs durch die Schachwelt, „die uralte Spannung zwischen Geist und Materie, Kontrolle und Freiheit, Beherrschung und Liebe immer neu auszutragen“. Diese Spannung gebe es bei jedem Spieler. Natürlich ist Dyck nicht nur ein Schachschreiber, sondern auch ein Schachspieler. Bescheiden sagt er: „Ich spiele sehr gerne, aber es sind viele besser.“ Als zweiter Vorsitzender des Wiesbadener Schachvereins 1885 kennt er jene Schachprofis, die ihm überlegen sind. Die erste Mannschaft der 85er, die ihren Sitz im Jeanne-Schütz-Haus am Biebricher Schlosspark hat, spielte sogar schon in der Ersten Liga.
Dyck ist als engagiertes Vorstandsmitglied stets um Zuwachs bemüht. Am vielversprechendsten sind dabei junge Schachbegeisterte, die besonders lernwillig sind. Zu diesem Zwecke tourt Dyck in Eigenregie durch Grundschulen. In Wallau sowie in den Wiesbadener Vororten Naurod, Nordenstadt und Biebrich unterrichtet er Schüler im Schach - meist nachmittags.
Lernen fürs Leben
Zwölf Lerneffekte, die über das Spiel hinausgehen und im Leben eine große Rolle spielen, hält Dyck dabei für bedeutsam. Neben der Erhöhung der Disziplin und derWeiterentwicklung der Geduld sei das selbstkritische Überdenken eigener Fehler von herausragender Wichtigkeit. „Während des Spiels dokumentiert man jeden seiner Züge. Somit bleiben die Fehler präsent. Das lässt sich zweifelsohne auch auf das Leben übertragen“, betont Dyck, der kürzlich Urgroßvater wurde. Doch wie bei seinen Kindern und Enkeln wird er auch seinen Urenkel nicht bedrängen, sich für das Schachspiel zu begeistern: „Das muss jeder selbst entscheiden. Jeder soll aber wissen, was es für ein besonderes Spiel es ist.“ Aus diesem Grund ist Dyck zum Schachschriftsteller geworden.
