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Wiesbadener Schachverein

Spielabende jeden Dienstag
ab 19.30 Uhr im Vereinsheim
am Biebricher Schlosspark.
Jugendtraining 18.00 - 19.00 Uhr
Schlosspark-Open
Nachtrag zur Jugendmeisterschaft in Willingen
Tymur auf dem Treppchen bei der Deutschen Meisterschaft
Jens Gottschalk
Uli hatte vor einigen Tagen von der letzten Runde der deutschen Jugendeinzelmeisterschaft in Willingen und somit auch von der schmerzlichen Niederlage von Tymur im Live-Ticker berichtet.
Natürlich ist es bitter, wenn man im Nachhinein weiß, dass bereits ein Remis zur Deutschen Meisterschaft gereicht hätte, aber Tymur hat ein fantastisches Turnier gespielt (Startrangliste 16 nach Elo) und sich mit einem dritten Platz bei einer Deutschen Meisterschaft gekrönt.
Herzlichen Glückwunsch zu der großartigen Leistung und ein Elo-Plus von fast 90 Punkten sprechen für sich.
Jugendmeisterschaft in Willingen
Live Ticker zur 9. Runde der deutschen Jugendmeisterschaft:
Die Mussienko twins spielen heute am 31.5. in der 9. und letzten Runde der deutschen Jugendmeisterschaft in Willingen. Platon hat wegen der begrenzten hessischen Plätze im Hauptturnier dort keinen Freiplatz bekommen, er spielt in der ODJMA, hat nach 8 Runden 5 aus 8, er wird damit einen durchwachsenen Mittelplatz belegen. Noch mehr Freude bereitet uns Tymur, der in der U18 das Feld anführt. Unser Reporter berichtet um 8.15:
Noch 5 Spieler können Meister werden, folgende Paarungen sind angesetzt: FM Klaska (ELO 2.298) 5,5 gegen Strehse (ELO 2.292) 6 Tymur (ELO 2.173) 6 gegen Trunz (ELO 2.103) 5 FM Mester (ELO 2.285) 5,5 gegen FM Atoyan (ELO 2.378).
Tymur hatte gegen die anderen Kombattanten schon gespielt, wurde nach unten gelost und hat mit der WFM Michelle Trunz eine starke Gegnerin bekommen. Nach den vorläufigen Buchholzzahlen der deutschen Schachjugend liegt Tymur knapp vor Strehse, Mester und Atoyan liegen aber vor ihm, für Spannung ist also gesorgt.
Der Reporter hat -natürlich inoffiziell- folgende Zahlen gemeldet: Bei Sieg hat Tymur einen Turnierdurchschnitt von 2.463 gespielt und ELO +127,
bei Remis Durchschnitt von 2.412 und ELO + 107, bei Niederlage (kann ja nicht vorkommen) Durchschnitt von 2.370 und ELO + 87. Auf jeden Fall ein klasse Turnier, aber er geht von einem Sieg aus, ein echter Fan eben!
8.30: Die Runde beginnt, bereits nach 10 Minuten wird auf Lichess ein Remis von Tymur angezeigt. Ein taktisches Remis, um mindestens den 2ten Platz abzusichern? Ist der Bub so ausgebufft, sonst doch nicht, er spielt eigentlich immer auf Biegen und Brechen.
Der Korrespondent ist jedenfalls erschüttert und verlässt deshalb und berufsbedingt das Spielgelände. Wir übernehmen die Berichterstattung von Lichess.
10.30: Tymur spielt inzwischen wieder, also wohl ein Übertragungsfehler mit dem Remis. Das gefällt mir auch besser, ein Remis trotz der Chance auf den Turniersieg, das wär doch nichts. Nach 18 Zügen hat er nach zwischenzeitlichem Vorteil in einem scharfen Sizilianer eine ausgeglichene Stellung erreicht, allerdings nur noch 45 Minuten Zeit. Kommt die in diesem Turnier überwundene Zeitnot zurück? Ich zittere.
Klaska hat nach 21 Zügen nur noch 30 Minuten, Stocki meint +0,6. Atoyan hat nach 18 Zügen ein sattes +1,8 und noch 45 Minuten. Allerdings bezweifel ich, dass er die Läppiline findet. Sieht jedenfalls nicht nach 3 Remispartien aus, dann wär Tymur wahrscheinlich 1ter.
IM Glöckler gewinnt Limburg Open
2506 ELO-Punkte erreicht
Zum nachfolgenden Beitrag auf der ChessBase-Seite (Link) schrieb mir Holger Ochs augenzwinkernd:
„Unser ‚Kleiner‘ kann’s nicht lassen –
gewinnt einfach weiter Turniere, ganz gleich, wer sonst noch dabei ist.“
https://de.chessbase.com/post/christian-gloeckler-gewinnt-limburg-open-und-erreicht-2500-elo
Hessische Blitz-Mannschaftsmeisterschaft
Pizza anstatt Titel
Holger Ochs
Werschau, ca. 700 Einwohner, zwischen Dauborn und Niederbrechen, direkt an der A3 gelegen, war Austragungsort der diesjährigen Hessischen Blitz-Mannschaftsmeisterschaft. Der Saal im hiesigen Dorfgemeinschaftshaus platzte angesichts 30 teilnehmenden 4er-Mannschaften und etlicher Zuschauer aus allen Nähten.
Egal, Schachspieler sind einiges gewohnt und angesichts der recht kühlen Außentemperatur wurde es im Spielsaal dafür bald angenehm warm. Der SV Wiesbaden 1885 hatte sich vorgenommen, mit seiner Schülertruppe vorne um den Titel mitzuspielen. Angesichts der Konkurrenz insbesondere aus Wolfhagen (1x IM + 3 FMs) und Hofheim (GM, 2 x IMs, FM), deren Mannschaft jeweils komplett aus Titelträgern bestand, sicher kein Selbstläufer. Wir befanden uns in guter Gesellschaft mit Mannschaften wie FTV Frankfurt, Oberursel, Schöneck, Hungen Lich, Caissa Kassel, Mörlenbach und Gernsheim, die alle, wie auch wir, 2 Titelträger aufbieten konnten. Wir, das waren also Christian (14), Daniel (18) und unsere Zwillinge Tymur und Platon (beide 17).
Das Urteil
Turniergericht OL Süd-West trifft bedeutende Entscheidung im Protestfall WSV 1885
Gerd Hedrich
In der 5. Runde der Oberliga Süd-West (WSV – Neuberg) kam es infolge einer Schiedsrichterentscheidung zu einer Nullwertung gegen den Spieler IM Anwesh (WSV 1885).
Unser Protest über den Staffelleiter bis zum Turniergericht als letzte Instanz hatte Erfolg.
Die Schiedsrichterentscheidung wurde aufgehoben, die Einzelpartie neu angesetzt.
Soweit ist dies allgemein bekannt.
Diese Entscheidung in unserem Protestfall geht jedoch über den Einzelfall hinaus, auch wenn eine formale Präzedenzbindung hierbei nicht besteht; Die Entscheidung - als gefestigte Spruchpraxis - entfaltet eine erhebliche faktische Bindungswirkung für vergleichbare Fälle.
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