WSV Heim

Spielabende jeden Dienstag ab 19.30 Uhr im Vereinsheim am Biebricher Schlosspark.

„Saacke-System”

(Caro-Kann mit g6)

Münster 1971 — Thementurnier
Dr. Lentze — FM U. Nehmert
Result 0-1 ECO B15
Kommentator: FM Nehmert

2. Mannschaft

Ergebnisdienst Landesklasse

SJ Herborn - Wiesbadener SV 1885 II  3,5:4,5
von Thomas Böhmer

Mit vier Ersatzspielern angereist hatten wir gegen den Topfavoriten Herborn eigentlich nicht viel erwartet.
Zu unserem Glück musste Herborn ebenfalls drei Spieler ersetzen, so dass ein spannender Kampf entstand.

Zunächst verlor Frank Mayer an Brett 5.
Mit Weiß verlor er in einer Grünfeldindischen Partie schnell die Initiative und gab bald auf: 0:1.

Zum Glück konnte Gottfried Zwirner an Brett 8 einige Zeit später ausgleichen.
Mit Schwarz hatte er in der Najdorf-Variante der sizilianischen Verteidigung eigentlich ungenau gespielt.
Nach dem Damentausch war er am Damenflügel in Nachteil geraten.
In Zeitnot stellte der Gegner jedoch die Partie ein: 1:1.

An Brett 4 hatte Thomas Böhmer bereits in der Eröffnung mit Schwarz in der englischen Eröffnung einen Bauern eingebüßt.
Später gelang noch der Tausch von zwei Leichtfiguren gegen Turm und zwei Bauern.
Trotzdem war der Turm mit Bauern gegen das Läuferpaar am Ende chancenlos.
Ein grober Fehler beendete die Partie: 1:2.

An Brett 3 hatte Joachim Doehring aus der Eröffnung heraus (eine Art Königsindisch mit g3) besser gestanden.
Zunächst konnte er die Qualität gegen einen Bauern gewinnen, später war er sogar eine ganze Figur vorn: 2:2.

An Brett 2 hatte Michael Scheitz eigentlich den Angriff seines Gegners (Königsindisch mit Schwarz) gerade einigermaßen abgewehrt.
Da stellte er entscheidend Material ein: 2:3.

Florin Ungurean an Brett 1 hatte einen sehr starken Gegner, der immerhin bei der letzten hessischen Einzelmeisterschaft einen guten Mittelfeldplatz belegte.
Mit Weiß kam wie gewohnt ein Damenläuferspiel aufs Brett.
Es ließ sich etwa zäh an, aber Florin konnte eine Qualität für einen Bauern und letztlich auch die Partie gewinnen: 3:3.

Helmut Zeyen hatte an Brett 7 mit Weiß 3. f3 gegen Caro-Kann ausprobiert, eigentlich Frank's "Geheimwaffe".
Heraus kam nach späterem e5 eine dem französischen ähnliche Struktur.
Helmut gewann einen Läufer, musste dafür allerdings vier Bauern geben.
Nach und nach gewann er jedoch einen nach dem anderen zurück und schließlich auch die Partie: 4:3.

Als letztes spielte an Brett 6 Sebastian Schöber mit Schwarz.
In der königsindischen (?) Verteidigung stand er zeitweise unter Druck.
Am Ende hatte er ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger, dass sein Gegner aber nicht gewinnen konnte: 4,5:3,5.

Alles in allem ein glücklicher, aber auch nicht ganz unverdienter Sieg gegen den Topfavoriten der Liga.
Ob wir nun selber "höhere Ziele" ins Visier nehmen können, wird davon abhängen, wie vollständig wir spielen werden.
Auf jeden Fall hat das erste Spiel in dieser Hinsicht nicht geschadet.